Good Times Roll

 

Hier mal eine wirklich gute Zusammenfassung unseres Teams, welches am vergangenen Wochenende auf dem Keirin 500 in den Niederlanden zugegen war:

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Am Sonntag, den 11. Mai, fand auf der Freiluftbahn in Geleen in der Nähe von Maastricht ein Keirin-Sprint Veranstaltung statt. Das Goodtimesroll Racing Team vertreten durch Sam und Nils ließ es sich nicht nehmen, an dieser Veranstaltung, die viel Spaß versprach, teilzunehmen. Dazu gesellte sich unser größter Keirin-Fan und Bahnrad-Enthusiast, Björn Holzapfel. Dieser hatte sich von uns breit schlagen lassen, trotz der fehlenden Trainingskilometer, mit seinem klassischen Panasonic-Keirin-Rahmen an der Veranstaltung teilzunehmen. Außerdem hatten sich ebenfalls die befreundeten Fahrer, Jan und Steffen, von Fixedpott und ihr Teammanager Paul auf den Weg in die Niederlande gemacht. Doch was ist damit eigentlich gemeint, wenn man vom Keirin spricht?

„Beim Keirin handelt es sich um eine japanische Bahnsprintdisziplin, die in Japan nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt wurde, um mit den Einnahmen aus dem Glücksspiel den Wiederaufbau zu finanzieren. Beim Keirin führt drei Runden lang ein Schrittmacher auf einem Rad oder einem Motorrad eine vorher festgelegte Reihenfolge an Fahrern an, damit keiner der Fahrer alleine im Winschatten fahren muss. Nach der dritten Runde verlässt dieser die Bahn und das eigentliche Rennen beginnt. Die Fahrer dürfen ab jetzt um den Sieg gegeneinander fahren. Im ursprünglichen japanischen Keirin ist die Verwendung der Teile stark reglementiert, die verschiedenen Fahrer tragen unter ihren knallbunten Trikots eine Art Körperpanzer und sind mit Nummern gekennzeichnet, sodass sie von den Zuschauern leicht unterschieden werden können. Da nicht immer nur die stärksten Beine über Sieg oder Niederlage entscheiden, sondern auch Erfahrung, List und auch ein wenig Glück, eignet sich der Keirin-Sprint ideal für die Durchführung von Glücksspiel. Da beim Keirin Körperkontakt erlaubt ist, sind Verletzungen in Folge von Stürzen keine Seltenheit.“

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Das Wetter hatte es im Vergleich zu den Vortagen gut mit uns gemeint. Statt Dauerplatzregen gab es nur zwei kurze Rennunterbrechungen wegen zu starker Nässe. Zusätzlich wehte den Fahrern auf der Zielgerade eine steife Brise entgegen. Teams waren aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland vertreten: Unter anderem gingen Fahrer von Tineli, DNNLS, Crankzinnig, MOHO Bycicles, Fixedmaris und natürlich die bereits genannten Vertreter aus dem Ruhr-Gebiet an den Start. Die Team-Autos durften auf der Innenfläche der Rennbahn parken. Das Wohnmobil von Royal Fixed Gear sorgte mit seiner lauten Musik sicherlich für das meiste Aufsehen. Die Jungs aus Den Haag waren gleich mit sieben Fahrern das am zahlreichsten vertretene Team.

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Nach den ersten Proberunden und dem Einfahren auf der freien Rolle begann das Event zunächst mit einem Groupride der etwa 40 Starter hinter dem Auto eines Sponsors. Kevin Vingerhoets erklärte die Regeln, das für diese Zwecke aus Solingen geliehene Derny lief sich warm und die ersten Vorläufe begannen. Von den zumeist zu sechst startenden Fahrern konnten sich die ersten drei auf der Zieleinfahrt für den Zwischenlauf qualifizieren.

Nils vom Goodtimesroll Racing Team schaffte in seinem ersten Lauf die Qualifikation nachdem er von vorne den Zielsprint eröffnet hatte als Drittplatzierter. Auch Sam (Goodtimesroll RT) und Jan (Fixedpott) setzten sich stark fahrend gegen den Großteil ihrer Konkurrenten durch und mussten sich nur dem im Bahnsprint erfahrenen Nick Post von Tineli Nederland knapp geschlagen geben. Bei dieser Gelegenheit muss erwähnt werden, dass die Jungs von Tineli nicht nur sehr souverän die Bahn kontrollieren, sie scheinen von ihrer Statur her auch gerne ihre Zeit im Kraftraum an der Beinpresse und Langhantel zu verbringen.

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Es würde also an diesem Tag sehr schwer werden, die breiten Schultern der drei angetretenen Tinelis vom Podium zu verdrängen. Steffen ließ in seinem Lauf seinen Gegnern keine Chance und dass er während seiner Fahrt auf jeglichen Windschatten verzichtete, zeigt dass er in den letzten Wochen und Monaten gut trainiert hatte. Nur Björn hatte Pech und musste in seinem Lauf aus einem unerfindlichen Grund gleich gegen sieben andere Fahrer ran und schied an vierter Stelle liegend aus.

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Im Zwischenlauf qualifizierten sich dieses Mal nur die ersten beiden für das Finale. Für Nils reichte es nicht in seinem Lauf. Es qualifizierten sich Jeroen Hoekstra von Tineli Nederland und ein weiterer Bahnspezialist, Jules Bremers. Jan und Sam standen in ihrem Lauf ebenfalls vor einer besonders schweren Aufgabe. Sie durften wiederum gegen Nick Post ran, dem zu allem Überfluss auch noch sein Mannschaftskollege Michael Veen an die Seite gestellt wurde. Nicht schlecht kann man ihre Leistung bezeichnen. Am Ende scheiterten sie denkbar knapp an den breiten Schultern der Tineli-Jungs, die im Fotofinish über die Ziellinie fuhren. Freuen konnte sich hingegen Steffen über seinen Zwischenlauf. Er führte zum zweiten Mal das Rennen direkt hinter dem Derny an, entschied auch diesen Lauf im Zielsprint für sich und qualifizierte sich somit für das Finale. Langsam avancierte der Hüne von Fixedpott zum Geheimfavoriten des Keirin 500.

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Im Finale setzte Steffen alles auf eine Karte und fuhr sogar als führender in die Zielgerade ein. Heute war jedoch ganz eindeutig der Tag der Bahnspezialisten. Jeroen Hoekstra gewann schließlich vor seinen Kollegen Michael Veen und Nick Post. Mit der Finalteilnahme und einem sechsten Platz aus einem Feld von vierzig Fahrern konnte Steffen wirklich zufrieden sein.

Nach der Siegerehrung hatten so gut wie alle noch nicht genug vom Rennen und so schlug Veranstalter Kevin Vingerhoets ein kleines Criterium von 15 Runden (ca. 7,5 Kilometer) vor. Noch einmal gingen die Fahrer an den Start und dieses Mal waren es wiederum unsere Jungs von Goodtimesroll RT und Fixedpott, die vorne im Feld die Pace machten und das Rennen schnell hielten. Kleinere Ausreißversuche von vereinzelten Fahrern fanden daher keine Vollendung. Eineinhalb Runden vor Schluss kam dann auf der Gegengerade die entscheidende Attacke. Wieder war es das Team von Tineli, das sich listigerweise mit der Führungsarbeit bis dahin zurückgehalten hatte und hier ein deutliches Zeichen setzte. Nur Sam und Jan konnten den Muskelpaketen wirklich Paroli bieten und sprinteten hinterher. Und tatsächlich schaffte Sam vom Goodtimesroll RT den Sprung auf das Treppchen, Jan wurde immerhin fünfter.

Schlussendlich waren alle sehr zufrieden mit dem Rennverlauf, mit dem Wetter und vor allem mit der Organisation. Man kann einen Sonntag sicherlich schlechter verbringen als bei einem von Limburg Fixed Gear organisierten Keirin-Rennen. Beim nächsten Mal möchten die meisten sicherlich gerne wieder antreten. Das gilt mit Sicherheit für das Goodtimesroll Racing Team und auch für die Jungs von Fixedpott.

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Alle schwarz/weiss Bilder sind von Tom Verstraeten, danke dafür!

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