Good Times Roll

An irgendeinem Sonntag im August hatten wir nach einer kleinen Runde beschlossen für einen Kaffee nach Holland zu fahren. Klar wieso auch nicht, mit dem Rad weil es ja bestimmt mal wieder ein geiler Trip mit den Jungs werden kann. Zu diesem Zeitpunkt war mit noch nicht wirklich bewusst wozu ich mich mal wieder habe hinreißen lassen. Von unserem ursprünglichen Ziel Breda hatten wir uns relativ schnell verabschiedet und beschlossen die Fixedbeer Rotterdam Crew zu besuchen, zumal Rotterdam eh immer eine Reise wert ist.

Wirkliche Gedanken um so etwas wie Vorbereitung hatte ich mir nicht gemacht, lediglich klar war dass ich auf einem Trip über 240km keinen Rucksack tragen werde. Ein Begleitfahrzeug war aus diversen Gründen keine Option. Also musste alles was wir für dieses Wochenende bräuchten irgendwie Platz am Rad finden. Tausend Dank an dieser Stelle noch einmal an Cosmic Sports für die Revelate Design Satteltasche, zu der ich in der kommenden Woche noch einmal etwas ausführlicher kommen werde. Das Motto war klar, so viel wie nötig/so wenig wie möglich musste mit. Genug Essen und Trinken, Wechselklamotten, Schuhe….

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Nach 4,5 Stunden Schlaf war die Nacht um 5.30 beendet, das Porridge mit Banane irgendwie in den Körper gebracht und rein in die Klamotten. 9° C und früh aufstehen, um ehrlich zu sein war die Motivation tatsächlich aufs Rad zu steigen nicht sofort gegeben, aber wir waren für Freitag Abend in Rotterdam verabredet. Sam hatte eine top Route via Komoot ausgearbeitet, mit einer auf den Meter genauen Routenführung. Dennoch waren wir alle froh als es hinter Bottrop endlich etwas ländlicher wurde und wir von den katastrophalen Straßen im Ruhrgebiet auf die etwas ländlicheren Wege geleitet wurden. Da fragt man sich wirklich wofür Millionen von Steuergeldern ausgegeben werden, für gescheite Straßen und gut geplante Radwege auf jeden Fall nicht! Ohne Pause ging es die ersten 120km bis Nimwegen wo wir uns einen wohl verdienten Kaffee gönnten. Ab Nimwegen ging es dann für rund 70km konstant am Rhein entlang, auf einem hervorragend ausgebauten Radweg. Leider ist dieser so offen auf dem Deich dass Wind eine perfekte Angriffsfläche hat, wodurch selbst ein 24er/25er  Schnitt mit ordentlich Muskelkraft erkämpft werden muss. Abgesehen vom Wind spielte das Wetter zum Glück mit ( Notiz an Sam, sich ausklinken um anschließend alleine mit 3 Softeis bei rund 19°C im Gegenwind zu versuchen die Kollegen wieder einzuholen, klappt nicht! ) Nach einer weiteren Pause um die Beine zu lockern gönnten wir unseren Muskeln ca 35km vor dem Ziel noch eine weitere Abkühlung im Rhein, was uns zumindest wieder wach machte und mehr oder weniger locker für den „Zielsprint“. Um 19.45 Uhr war es endlich geschafft, wir hatten Rotterdam erreicht. Ich für meinen Teil war völlig am Ende, war diese Etappe doch rund 10% meiner bisherigen Jahresdistanz. Die gesamte Fixedbeer Rotterdam Crew erwartete uns bereits und hatte einen Tisch in der Tiki Bar reserviert wo wir den Abend bei Bier und Burgern ausklingen ließen, bevor wir alle einfach tot ins Bett vielen.

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Am Samstag ging das rundumsorglos Paket der Rotterdamer weiter, nach einem kurzen Stop bei Resto Rokus, einem Shop der Vintage Herzen höher schlagen lässt, ging es zu einem gemeinsamen Frühstück zu Coppi. Wenn ich ein Shop/Cafe machen würde, es hätte exakt so ausgesehen wie Coppi. Geiles design, ein super mix aus Fahrradladen und Cafe, gutes Essen und tolle Atmosphäre. Weiter ging es auf den holländischen „Rad Autobahnen“ nach Den Haag zum Finale der VastVerzetBokal Serie. Bei ebenfalls top Wetter waren wir einfach mal Besucher und Zuschauer und genossen die Stimmung. Die eigentlichen Rennen der A und B Klasse waren mehr oder weniger Nebensache, es war schön viele bekannte Gesichter vor Ort wieder zu sehen. Was ich hier wirklich vermisse, bzw. dort mehr als zu schätzen gelernt habe, sind die Radwege. Sinnvoll konzipiert, perfekt an den Verkehr angepasst und integriert und in einem oftmals tadellosen Zustand.

Am Sonntag ist Nils als einziger von uns tatsächlich auch den geplanten Heimweg per Rad angetreten. Auch wenn er länger gebraucht hat als gedacht, dafür hat er unseren vollen Respekt verdient, top Leistung Nils! Sam hatte einen technischen defekt und meine Sitzknochen hätten eine 240km Tour einfach nicht mitgemacht daher blieb uns nur die Rückfahrt mit dem Zug. Würde ich so eine Tour wieder machen? Ja, auf jeden Fall. An dieser Stelle nochmals ein fettes fettes Dankeschön an die Fixedbeer Rotterdam Crew, die uns wirklich eine top Zeit vor Ort beschert hat und einem immer das Gefühl vermittelt hat mehr als willkommen zu sein, wir stehen in eurer Schuld!

 

2 Antworten zu “GTR goes Rotterdam”

  1. Ach ja, in der Niederlände lässt es sich einfach am besten fahrradfahren. War auch dieses Jahr da. Und gar nicht so weit von Rotterdam entfernt. War einfach super dort und bin von diesem Fahrrad-Land noch immer schwer begeistert.

  2. […] stand neben unserem Teamausflug unter dem Motto: „We are going Sweden“ auch der Trip nach Rotterdam an und beides versprach schon im Vorhinein ein Abenteuer auf dem Rad zu werden. Nach den […]

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