Good Times Roll

Votec VRX G

Wir haben ein kleinen Bikecheck zusammengestellt, nachdem wir das VOTEC VRX-G nun 2 Jahre lang ausgiebig getestet haben. Hier zeigen wir unsere Cross/- Gravel Bikes, warum wir welche Anbauteile mit unseren Partnern für uns ausgewählt haben, ob wir die richtigen Entscheidungen dabei getroffen haben und wie sich die Räder im Langzeittest geschlagen haben. Die Zusammenarbeit, beispielsweise mit SRAM, gab uns die Möglichkeit, unsere Räder einheitlich und optisch, sowie technisch abgestimmt aufzubauen. Im Folgenden sind alle Anbauteile aufgelistet. Unsere Auswahl wird anschließend im Detail erläutert. Alles haben wir jetzt zwei Sommer- sowie Wintersaisons auf Herz und Nieren getestet. Wer unsere Ausfahrten begleitet hat, mit uns auf Reisen war oder uns auf den verschiedenen Kanälen folgt, weiß, dass kaum eine „blöde“ Idee nicht ausprobiert wird.

Rahmen: Votec VRX-G, Aluminium
Gabel: Votec, Vollcarbon
Gruppe: Sram Force 1×11
Lenker, Vorbau und Sattelstütze: Zipp Service Course SL (70)
Sattel: Brooks Cambium C13
Kurbel: Sram Force 172,5mm
Kettenblatt: Sram 44t/ 42t
Reifen: Challange Gravel Grinder Pro 38mm, Challenge Alamanzo Pro 33mm
Laufräder: Zipp 30 Course
Kasette: 11- 36

 

Cockpit Zipp Service CourseSram Force 1x11

Warum 1×11?

Auch für uns kam mit den neuen Rädern die Frage auf, ob diese „einfach“ oder „zweifach“, also mit oder ohne Umwerfer, aufgebaut werden sollen. Als erstes fällt auf, 11 Gänge sind tatsächlich gerade einmal halb so viel wie 22. Aber ist das denn wirklich auch schlechter? Wir können nach unserer Erfahrung aus den vergangenen Jahren gerade im Cross und Gravel Segment definitiv mit „weniger ist mehr“ antworten.
Klar ist die Abstufung der einzelenen Gänge etwas gröber und die Range der Gänge (also der Unterschied zwischen dem kleinsten und größten Gang) auch deutlich geringer. Für uns ist diese Gangabstufung trotzdem auf jeden Fall fein genug. Wer seine Touren im Voraus plant, kann das Kettenblatt gegebenenfalls anpassen, kann so den Gangbereich wahlweise verändern und sollte so für alles gewappnet sein. Auch in Sachen Zuverlässigkeit konnten wir, egal bei welchen Wetter- oder Streckenbedingungen, auf die 1×11 Setups vertrauen. Keine Chainsuck, keine Abspringen der Kette und eine stets zuverlässige Schaltperformance.

Für den eher trockenen Sommer haben wir uns für Gravelbereifung (z.B. Challenge Alamanzo Pro oder den Challenge Gravel Grinder Pro) entschieden. Die Lauffläche hat wenig Profil und durch den relativ geringen Rollwiederstand macht man auch auf Asphalt meist eine gute Figur. Die Flanken sind im Verlgeich etwas gröber. Diese sind mit etwas mehr Profil ausgestattet und sorgen in Kurven für den nötigen Halt.
Hier in den Bildern montiert ist der Challange Gravel Grinder.
Für die kalte Crosssaison ist eine grobstolligere Cross Bereifung (z.B. Challenge Limus) empfehlenswert. Dabei ist die Anschaffung von Tubless Bereifung eine klare Empfehlung, aber kein Muss. Die bisherigen Tests mit Tubless Bereifung sind durchweg positiv ausgefallen. Bei schlauchlosen Reifen kann mit deutlich weniger Luftdruck gefahren werden, ohne einen Durchschlag im Schlauch zu riskieren. Dies garantiert auch bei den schlechtesten Bedingungen genügend Traktion. Auch die bisherige 100% Pannensicherheit begeistert uns.

Cockpit: Hierbei sollte vor allem die Postion auf dem Bike zur Entscheidung führen. Fast alle Lenker gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Unterschiedliche Breiten, mit kurzem oder längerem „Reach“, alles beinflusst die Haltung auf dem Bike und damit den Komfort. Auch bei der Vorbaulänge und der Stattelstütze, ob mit oder ohne „Setback“ sollte man vorher auf die Geometrie des Rades schauen. Eine richtige Beratung oder ein Bikefitting können da auch unerfahrenen Radsportlern helfen, die richtigen Anbauteile auszuwählen.
Die Geometrie des Rahmens hat bei uns in allen Einsatzzwecken ideal funktioniert. Ein wendiger aber trotzdem ausgewogener Schnitt machen das Rad zu einem Allround Talent. Wir sind auf Rennradrunden, in Crossrennen oder auf Trips wenn nur an unsere persönlichen Grenzen gestoßen. Das Rad war dabei nie das Problem. Einzig eine Aufnahme für ein Rack, beispielsweise an der Gabel oder dem Hinterbau, wären für das ein oder andere Abenteuer ein kleiner Dazugewinn.
Das aktuelle Modell aus dem Hause Votec hat im Gegensatz zu dem von uns gefahrenen 2017er Modell innenverlegte Züge. Dies vereinfacht das Reinigen nach matschigen Ausfahrten und minimiert das Risiko, die Züge zu beschädigen. Außerdem bietet das aktuelle Modell die Möglichkeit Schutzbleche an der Gabel sowie dem Hinterbau zu montieren.

Aufbauen durften wir unsere Bikes im SRAM Europa Headquater in Schweinfurt. Hier nochmal das Video vom Aufbau bei SRAM aus 2017. Nach nun 2 Saisons Schotter-Matsch und schroffem Gelände können wir definitiv von einem hochwertigen, treuen Begleiter sprechen, und blicken begeistert auf die Planungen für die kommende Saison!

 

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