Good Times Roll

Unser Freund Stefan hatte es ja bereits im vergangenen Jahr selbst angekündigt. „Für mich war es ein klasse Wochenende mit einer tollen Challenge und trotz aller Anstrengung, ich würde sie nochmal fahren!“ Die 300km der Ruhr2NorthseaChallenge hat er auch in diesem Jahr wieder in Angriff genommen, aber um sich noch etwas „Erholung“ zu gönnen ist er dieses Jahr direkt weiter nach Rømø gefahren.

Die Ausrüstung für die insgesamt 4 Tage und 800km sah wie folgt aus:
Ohrstöpsel gegen Wind (nur mit Gold aufzuwiegen)
Rad: Ritchey Road Logic V2
Taschen:
 Ornot Bar Bag (quasi als Beauty Case genutzt, Ilon Protect Creme, Zahnbürste, Messer, Duschzeug,….)
Revelate Design Gas Tank (Schlüssel, Geld, Handy, Wertmarken)
Revelate Design Tangle Rahmentasche (Schläuche, Ersatz Mantel, Pumpe, Multitool, Schloss, Licht)
Revelate Design Viscacha Satteltasche (Bekleidung für alle Tage, Regenjacke, Arm/Beinlinge, Ladekabel)

Im folgenden gibt es eine stichpunktartige Auflistung der jeweiligen Tage und im Anschluss eine schöne große Gallerie. Wir ziehen unseren Hut dass Stevo diesen Trip im Alleingang gemeistert und durchgezogen hat, nicht aber ohne dabei schon das nächste Abenteuer, dieses Mal gemeinsam mit ihm zu planen!

Tag 1

Start in Duisburg, heißt halb 2 Nachts aufstehen, Bahn von Dortmund nach Dusiburg, 4.30 Start mit 700 anderen Fahrern. 304km effektive Streckenlänge, alle 50km Stops an denen man sich mit Riegeln, Drinks, Croissants eindecken konnte, sowie einem ausgiebigen Frühstück bei km 100 und einer warmen Suppe bei km 200, erneute Stops bei km 40/30/30 auf den letzten 100km, ab km 150 bis zum Ziel Windstärke 4-5 Gegenwind, viele recht unerfahrene Starter, man musste mehr aufpassen als im Vorjahr wollte man in der Gruppe fahren

Beine und Motivation waren an diesem Tag noch gut

Highlights:

-Trotz des massiven Gegenwindes und 6-7 Kg Gepäck nur knapp 45 Minuten langsamer als im Jahr davor.

-Tufos Comtura Duo extrem überzeugend, sehr leichtes Abrollverhalten

Tag 2

Dornum-Glücksstadt

187km Start um 9.30

Wetter richtig kacke, bis Dangast (Jadebusen) Rückenwind, kleiner Zwischenstop in Jever, Mittagessen im Kurhaus (Roulade…) ab da Gegenwind 12° und Nieselregen; Fähre von Blecksen nach Bremerhaven und von Wischhafen nach Glücksstadt, Matjesbrot und Spaghetti bei Der Däne und ein 10 Jahre alter Whisky zum aufwärmen

Highlights:

Geile Radwege, leider aber auch einige Wege die eher an Gravel Pfade als an Rennradwege erinnerten (da muss Komoot noch nachbessern), hier ist man noch richtig auf dem Land

Pension Glückstadt, sehr empfehlenswert da auch auf Radfahrer eingestellt

Tag 3

Glücksstadt-Skaerbaek Kommune

Geplant war eigentlich nach Rømø durch zu fahren, das scheiterte aufgrund von Zeitmangel (morgens warten bis der örtliche Radladen öffnet um die Kette einmal komplett neu zu fetten (Salzluft und Sand = nicht gut), müde Beine, schmerzen im Rechten Knie, schlimmster Tag von allen druchweg Gegenwind bei nur 14°,
Überraschung am Wegrand, fast schon kochendes Wasser in ein Becken entlang des Deichradwegs gespült, dahinterliegend Nordsee/Elbmündung, Brille beschlagen so warm war es an dieser Stelle, entpuppte sich als Auslaufbecken der Kühlanlage eines Atomkraftwerks (Brokdorf) 🙁 , weiter geht es vorbei an Schafherden und über den Nordostsee Kanal mit der Fähre, erster Stop / MittagessenFriedrichstadt, stark an die Niederlande erinnert, kleine Grachten,…Weg führte weiter an Husum hoch zur dänischen Grenze direkt zur Unterkunft ohne den geplanten Schwenker nach Rømø, immer weiter aufgrund der Wetterbedingung sodass zumindest mal dänischer Boden am Abend erreicht wurde

Highlights:

Doppelspurige Radwege, freundliche Verkehrsteilnehmer, Tondern, schöner kleiner Ort, die Unterkunft war ein sich autark unterhaltender Bauernhof, sehr sehr freundlicher Empfang unter anderem durch zwei mannshohe Windhunde

Tag 4

Rømø-Flensburg

Morgens frisch gepresster Saft, Eier und selbstgebackene Brötchen, beim Kaffee leider Abstriche (an den dänischen Imbissbuden wenn man was bestellt ist Kaffee immer gratis, leider auch der nicht besonders überzeugend), Taschen gepackt und los zum eigentlichen Ziel Rømø,

Autobahn endet direkt im Sand, Autostrand, was zu einem Spaziergang von rund 15 Minuten führte, der Aufenthalt Meer gerade einmal 30 Minuten, dann weiter zum Supermarkt um Marmelade und Lakritz zu shoppen, von Rømø Richtung Festland zum ersten mal auf der gesamten Tour Rückenwind und das bis Flensburg (Zielort) zudem kam endlich die Sonne raus, was der gesamten Landschaft noch einmal ein ganz anderes Aussehen verpasst, nur ein kurzer Stop mit einer Cola einem Kakao und einem Unterarm großen Hotdog., Truckergruß zum anfeuern bekommen, unzählige kleine SB Stände mit Erdebeeren, Kartoffeln,……. Leider kein Platz mehr am Rad. Wassersleben steht auf jeden Fall noch mal für eine Nord Tour auf dem Zettel, extrem schöner Strand und Promenade

Nach knapp 5 Stunden wurde es um Flensburg auf einmal noch Hügelig, 2 Stunden früher als geplant am Bahnhof, mit schmerzenden Beinen und Hintern in den Zug und auf der Rückfahrt mit einem beim Besuch der Flensburger Brauerei erworbenen hellen Ale entspannt. 34€ Rückfahrt inkl Radmitnahme über Hamburg. Um 0.15 Uhr wieder zurück in Dortmund, keine Platten auf der gesamten Tour!

Resume:

Innere Schweinehund ist nicht mehr vorhanden,  um eine Erfahrung reicher, anders als geplant aber einfach mal machen, Autofahrer/Trucker können auch nett sein, gerne nochmal aber mit einer anderen etwas entspannteren Zeiteinteilung!

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