Good Times Roll

Gibt es besseres Testgelände für das neue Rose Pro DX Cross als die schwedischen Offroad- und Gravelpisten der Dalsland Runt? Was genau ist die Dalsland Runt? Eine 3-Tages Rundfahrt durch die schwedischen Wälder mit einem fortwährendem Mix aus asphaltierten Straßen, Waldwegen mit lockerem, teils sehr groben Kies bedeckten Passagen und ordentlich Höhenmeter. Einen ausführlichen „Reisebericht“ mit ordentlich Fotos wird es Anfang der kommenden Woche geben! Jetzt aber zu dem worum es hier eigentlich geht, dem ROSE Pro DX Bike, welches mir die Firma ROSE dankbarer Weise für diesen Trip zur Verfügung gestellt hat.

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Schon beim Aufbau des Bikes steigt die Vorfreude. Rose hat dem Crosser ein absolut modernen Look verpasst. Matt schwarz, elegant, sportlich, dezent aggressiv. Ungefähr so würde ich den Look beschreiben. Dazu kommt eine von Grund auf solide Ausstattung. Das Rad ist mit Scheibenbremsen und der 105er Gruppe von Shimano aufgebaut dazu kommen Anbauteile von Ritchey, Fizik und Ergon. Des weiteren verfügt das Rahmenset über diverse Montagepunkte um ggf. Schutzbleche oder aber Gepäckträger Systeme zu montieren. Dazu sind wir bei dieser Ausfahrt leider noch nicht gekommen, was nicht ist kann aber ja bestimmt noch werden.

Die Ausfahrt beginnt Freitag Nachmittags mit einem 105km Prolog. Hierbei liegt der Gravel Anteil bei 20 – 25%. Obwohl das Bike nicht wirklich für die Straße ausgelegt ist und man den größeren Rollwiderstand der 33mm Gravel/Cross Reifen, verglichen zu 28mm Rennrad Reifen klar merkt, macht das Rad eine gute Figur. Den Rollwiderstand auf langen geraden macht das Rad vor allem Bergab wieder wet. Woran dies lag kann ich nicht erklären, aber eine erste Wohlfühlzone des Bikes war gefunden. Auch im Pulk alles kein Problem, die mechanische Scheibenbremsen ließen sich hervorragend dosieren und verzögerten gut.

Der zweite Tag ist ganz im Sinne des Rose Crossers. Mit einem Gravelanteil von 80 % auf knapp 170 km und 2000hm kann das Bike zeigen was in ihm steckt. An diesem Tag hätte ich mir eine etwas größere Abstufung der Kassette gewünscht, diese war mit 11-25 eindeutig zu klein gewählt. Auf den staubigen Waldpisten schluckt das Bike jede Erschütterung. Auch das Fizik Microtex Lenkerband tat seinen Dienst, so konnte ich den gesamten Tag ohne Handschuhe fahren. Kurz vor Schluss der Etappe kann das Rad nochmals beweisen wie gut seine Klettereigenschaften sind. Angesagt waren Steigungen von 8 – 10%, rund 600hm auf den letzten 25 km auf feinem Schotter. Dass man die 9 kg Fahrrad unter sich kaum spürt macht sich an diesem Abschnitt vor allem durch das immer mal wieder durchdrehende Hinterrad bemerkbar. Oben angekommen wechselte der feine Kies in richtig groben Schotter für eine 400 Meter lange Abfahrt. 55 km/h Bergab auf Kies/Schotter, dazwischen Regenrillen und Schlaglöcher, alles überhaupt kein Problem, das Bike hatte eine weitere Wohlfühlzone gefunden und in gefühlt bester Freeride Manier ging es dem Ziel entgegen.

Vor der letzen Tour an Tag 3 regnet es Hunde. Sämtliche Wege sind aufgeweicht  und rutschig. Dank der breiten, griffigen Schwalbe Racing Ralph Eva PSC Reifen und der Scheibenbremsen ist aber weiterhin alles unter Kontrolle. Gefahren wird der Prolog Tag, dieses mal logischer Weise rückwärts. Nach weiteren 105 Km im kalten Regen Schwedens, Mensch und Maschine ordentlich vollgesaut, endet das Wochenende mit dem Rose Crosser leider bereits. Sofern wir die Möglichkeit haben, werden wir das Bike mal mit Taschen etc ausstatten und uns auf ein Bike Packing Abenteuer damit begeben, ob es dann wieder Schweden und seine endlosen Gravel Roads wird, bleibt allerdings abzuwarten.

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Fazit: Auf rund 380 km mit fast 4000hm hat das Bike zu jeder Zeit überzeugt. Die 105er Gruppe funktionierte zu 100% perfekt. Die Auswahl der Anbauteile erschien durchweg Sinnvoll, lediglich der verbaute Ergon Sattel war für mein Hinterteil zu breit geraten.

Keine Spur von Platten oder anderen Defekten, was bei dieser Tour beinahe schon ein Novum war. Ergonomie und Handling punkten vor allem in den ruppigen Bergab Passagen.

Das Rose DX ist Dalsland Proved!

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3 Antworten zu “ROSE Pro DX Cross”

  1. Patrick sagt:

    Vielen Dank für den Bericht. Was würdest du für die Lenkerbreite empfehlen? Eher breiter oder nach den Rennradmaßen richten?

    • chris sagt:

      Hi Patrick,
      ich persönlich würde mich da nach den Rennradmaßen richten. Wenn du das Bike allerdings mit einer kleinen Lenkertasche o.ä. aufbauen willst macht ein etwas breiterer vielleicht auch Sinn.

      Danke dir und beste Grüße,
      Chris

  2. […] vorhandenen Rennräder mitnehmen, dankbarer Weise stellte mir ROSE innerhalb kürzester Zeit ein Rose PRO DX Cross zur […]

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