Good Times Roll

Kann man den Fahrradhelm neu erfinden? Wohl nicht, wer aber seit 1971 in der Motorrad Rennszene Erfolge feiert, wie HJC, kennt sich besonders gut mit Geschwindigkeit, Sicherheit und Komfort aus. Mit viel Erfahrung und Knowhow aus dem Motorsport beginnt die koreanische Firma nun Fahrradhelme zu entwickeln. Dass dies eine gute Idee ist, beweisen die Entwickler prompt mit ihren ersten beiden Helmen, dem FURION und dem IBEX.

Als erstes Pro-Tour Team sind alle Fahrerinnen und Fahrer der belgischen Lotto Soudal Mannschaft mit den Helmen von HJC unterwegs. Sie lassen ihre Erfahrung aus dem Peloton direkt in die Weiterentwicklung der Technologien einfließen. Daraus hervorgegangen ist unter anderem, der mit dem europäischen Zeitfahrmeister Victor Campenaerts entwickelte, neue Zeitfahrhelm AdWatt. Wir sind gespannt auf weitere Neuerungen, die sich aus einer solchen Zusammenarbeit ergeben.

In der vergangenen Saison durften wir selbst die Helme testen und freuen uns, diese im Detail vorzustellen:

HJC FURION
Der semi aero Helm FURION verfügt im Frontbereich über fünf und im oberen hinteren Bereich über sechs weitere Öffnungen, die eine optimale Belüftung ermöglichen. Im hinteren Bereich befinden sich noch weitere Öffnungen welche für den sogenannten Venturi Effekt unabdingbar sind. Im Windkanal soll der FURION besser als andere Helme seiner Klasse abgeschnitten haben, behaupten zumindest die Entwickler von HJC. Er ist mit 234 g in der Größe XL/XXL superleicht und schafft es in der kleinsten Größe auf gerade mal 190 g. Über ein kleines Rädchen lässt sich die Passform des Helms problemlos auch während der Fahrt verstellen. Wer eher bei kühleren Temperaturen unterwegs ist, wird mit dem FURION als weniger offene Variante eines Rennradhelms gut zurechtkommen.

HJC IBEX
Der offener gestaltete IBEX bringt +-220 g auf die Waage und zählt damit ebenfalls zu den Leichtgewichten. Erhältlich ist auch dieser Helm in drei Größen und den unterschiedlichsten Farbvarianten. Neben dem offiziellen Lotto Soudal Team Design ist der Helm in neun weiteren Farben verfügbar.
Ausgestattet ist der Helm mit gerade einmal vier Polstern. Zwei seitliche, eins für den Sitz am Hinterkopf sowie einem großen. Dieses reicht von der Auflagefläche an der Stirn, bis zur Schädeldecke. Der Vorteil bei wenigen dafür zusammenhängenden Polstern ist, das einfachere Wiedereinsetzen. Nach dem Waschen lassen sich alle Polster schnell richtig anordnen und unkompliziert einzusetzen.

Optisch wie technisch machen uns beide Helme viel Spaß, egal ob beim Commuten oder unseren mehrstündigen Cross- und Gravel-Ausfahrten. Denn das Gute ist, dass der tägliche Begleiter super sitzt und sich durch seine Passform kaum bemerkbar macht.
In Tschechien an der Schneekoppe oder der wilden Abfahrt die Panzerstraße des Brockens herunter: wir hatten immer ein sicheres Gefühl und keinerlei Einschränkungen aufgrund der Helme von HJC. Aktuell passt außerdem bei Minusgraden auch problemlos eine Winter Cap unter den Helm, ohne dass Druckstellen entstehen. Ein kleines Manko: nicht alle Brillen passen in die Belüftungslöcher des Furions. Rückwärts, von hinten über die Ohren gestreift, ist dann aber eine gute Alternative.

Im Vergleich unterscheiden sich die beiden Helme FURION und IBEX besonders in ihrer Passform. Der aerodynamische FURION ist schmaler geschnitten, der Sitz lässt sich in der Höhe verstellen und kann wie beschrieben außerdem dem Kopfumfang entsprechend angepass werden. Auch beim etwas breiteren IBEX lässt sich der Umfang regulieren. Der FURION passt 3/4 Fahrern bei uns sehr gut, der IBEX sitzt bei allen, also 4/4 Fahrern ideal. Beiden gemein sind die im Lieferumfang enthaltenen Ersatzpolster, ein kleiner Wäschesack zur schonenden Reinigung der Polster in der Waschmaschine und ein Transportsack, der den Helm vor Beschädigungen schützen kann.

 

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