Good Times Roll

„Print ist tot“, „echt jetzt, du kaufst dir so ein Heft?“ Das höre ich immer wieder, kann es aber irgendwie nicht wirklich nachvollziehen. Klar jeden Tag werden unzählige Fotos und Videos von Trips und Rennen etc veröffentlicht und einfach so ins Netz geblasen und sind sofort am Bildschirm zugänglich. Aber irgendwie nimmt man die Storys hinter den Bildern doch garnicht so wirklich wahr, oder?

Ich zumindest mag es, ein gut designtes Buch oder Magazin immer mal wieder aus dem Regal zu nehmen und darin rumzublättern und zu wissen dass die Leute dahinter sich wirklich Gedanken machen und ihrer Passion nachgehen. Eben solch ein Magazin ist Far Ride.  Es erscheint  vierteljährlich in englisch, hat einen tollen Design Anspruch und enthält keinerlei Werbung. Dies soll vorerst auch so bleiben, denn die Far Ride Macher wollen unabhängig in dem bleiben über was sie schreiben. Im Heft geht es um Menschen und ihre Geschichten auf dem Rad oder von ihren kleinen und großen Reisen.

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Wir haben Sogon, den Chief Editor, in Schweden während der Dalsland Runt kennengelernt und am ersten Tag mitgezogen, nachdem er kurz zuvor ein mega geiles Ritchey Swisscross Bike aufgebaut hatte. Das muss man sich mal vorstellen, der Junge war extra für diese Rundfahrt aus Korea angereist! Das nenne ich mal Liebe zum radfahren.

Da die Jungs uns im Windschatten zogen, konnten wir uns hier und da ein wenig unterhalten, unter anderem über die Idee zu Far Ride. Sogon musste für seinen damaligen Arbeitgeber für 8 Monate nach Santo Domingo, Dom. Rep. Anfangs war er nicht wirklich mobil und beschloss sich eine rostige, gebrauchte 1987er Honda BC-1 zu kaufen und diese zu restaurieren. Als das Bike wieder in einem fahrbaren Zustand versetzt war, fuhr er damit ständig durch die Gegend und lernte so Land und Leute kennen und schätzen. Wieder zurück waren alle guten Erinnerungen an die Zeit ausschließlich die auf dem Sattel seiner Honda, die er aber in der Dom. Rep gelassen hatte. Ein Coffee Ride mit dem Rad brachte dann den Stein wieder ins Rollen und seit dem will er das Gefühl des Abenteuers, Länder und Leute kennenzulernen so oft es geht mit dem erleben.

Geile Geschichte wie sich Dinge im Leben so ergeben können. Wenn ihr die Chance habt, holt euch eines seiner Magazine, ich finde es lohnt sich. Fündig könnt ihr z.B. bei Do You Read Me in Berlin werden.

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