Good Times Roll

Wie auch immer man das vergangene Wochenende betiteln möchte, „A weekend in hell“, „die Hölle des Nordens“, „Paris-Roubaix Challenge“,…. es war mehr als gut und schreit schon jetzt nach einer Wiederholung!

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Was hatte ich mich im Vorfeld verrückt gemacht und vor allem für Storys gehört. Klar, wer dem Radsport und seiner Historie nicht ganz abgeneigt ist, verfolgt regelmäßig die Frühjahrs Klassiker und weiß um den Ruf von Paris-Roubaix. Aber wenn man dann die ein oder andere Lektüre liest, oder aber von Leuten hört die mal an der Challenge teilgenommen haben, hinterfragt man sich schon ob man mit der Anmeldung für 145km Paris-Roubaix Strecke nicht gleichzeitig einen Krankenhaus Aufenthalt mitgebracht hat. Mein selbstgestecktes Trainingsziel von 2.000km bis zum Start der Challenge hatte ich um gut 1.200km unterboten, lediglich John Sebastian vom Angefixed Blog und mein Buddy Carlos F. Laser, welcher uns als Fotograf begleitete, waren nach gefahrenen Kilometern in 2017 schwächer aufgestellt.

Unser Plan, Freitags relativ früh aufzubrechen erwies sich als richtig, so hatten wir Zeit unsere Startunterlagen abzuholen, Einkäufe (Bier, Pasta, …….) für das Wochenende zu besorgen und die Räder schonmal auf einer kleinen Runde letztmalig vor der Challenge zu testen.

Nachdem Sam und ich bis ca 1 Uhr morgens ein Getränk Namens Kronenburg (feel free to send us some ) auf dessen Geschmack geprüft hatten, klingelte der Wecker tatsächlich schon um 5.15 erneut zum aufstehen und Frühstücken. Dieses Prozedere lief mehr oder weniger eher in Trance, anschließend die Räder und alles nötige für den Tag in den Autos verstaut und ab ging es Rund 35km zum Startpunkt, direkt neben dem später Ziel, dem Velodrome Roubaix.

 

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Wir starteten um 7.45 und die erste Challenge war den Körper bei nur 4°C auf Temperatur zu bekommen. Leichter gesagt als getan. Das Positive, wir konnten uns quasi 50km „warmrollen“ bis es so wirklich, ganz in echt losging. Insgesamt sah der Streckenplan 3 Verpflegung Stationen für uns vor, die wirklich gut organisiert waren, dazu kamen 18 echte Pavés des Paris-Roubaix Kurses. Die Pavés waren auf Rund 95km verteilt und in verschieden Klassen unterteilt. * = leicht, ***** = die Hölle des Nordens. Und so ging es auch mit einem der berüchtigten Pavès für uns los, dem  Trouèe d‘ Adenberg, 2,4km des wirklich unwirklichsten Kopfsteinpflaster was man sich vorstellen kann. Sollte es so jetzt wirklich den ganzen Tag weitergehen? Pia hatte nach kürzester Zeit, dank unpassender Handschuhe, Blasen an den Händen, welche offen und mit noch 17 Pavès zu gehen, kein wirklicher Spaß waren. Es gibt viele Meinungen und Tips um durch dieses Geschaukel und Gehaue zu kommen, wobei sicherlich der Sinnvollste ist, die Geschwindigkeit so hoch es geht zu halten. Leichter gesagt als getan wenn vor dir 100 andere versuchen jeden Stein einzeln zu treffen oder einfach dahingerafft auf dem Boden liegen. Am Ende haben wir es alle irgendwie geschafft, ohne einen Platten, ohne Sturz und völlig happy. Ich glaube dass man sich einfach keinen Stress machen darf, was die Distanz angeht, zudem muss man mit den richtigen Leuten unterwegs sein und sein Tempo fahren, sein Rad beherrschen und auch man an der Grasnarbe entlang ballern und meiner Meinung nach am wichtigsten, denkt nicht ständig an die Pavès und wie schlimm das alles ist, denn wie so viele andere wird auch diese Schlacht im Kopf gewonnen. Die Finger und Handgelenke werden euch so oder danach 3 Tage lang wehtun! Freut euch auf die einfahrt in das berühmte Velodrom, das kalte Bier nach dem harten Ritt und vor allem darauf in den historischen Duschen den Staub der Hölle des Nordens wieder abduschen zu können! Ich kann wirklich jedem empfehlen sich dieser Challenge einmal zu stellen.

Auch das Profil Rennen ist natürlich ein absolutes Highlight, wenn man sieht mit wieviel Speed sich die Jungs da dicht an dicht über diese Straßen und Pavès prügeln, das ist schon eine komplett andere Welt.

Viel Spaß mit der vermutlich fettesten Galerie, die es auf diesem Blog jemals geben wird!
Tausend Dank an alle Mitstreiter, die Dame die uns mitten im härtesten Pavè des Tages einen Sonnenstuhl und ein Glas Weißwein spendiert hat, an Sam und Manuel für die Idee diese Challenge zu fahren, unsere Sponsoren, unsere Familien und Freunde die uns auch am Sonntag bei dem Profirennen upgedatet haben und Carlos für die mega geilen Fotos !

Eine Antwort zu “A weekend in hell”

  1. Torsten sagt:

    Ja, das war ein geiles Wochenende mit wiedermal tollem Wetter. 7:45 Uhr? Wahh – früh. Aber so hattet ihr natürlich ausreichend Zeit für gegenseitige Fotos und Einkehr bei solch netten Damen am Wegesrand. Cool. 🙂

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